Projekt
Migrationen novellistischer Stoffe im Spätmittelalter
Die Retextualisierung, also das Wiedererzählen, Adaptieren und Neugestalten prägt die mittelalterliche Novellistik in entscheidender Weise. Ähnliche Erzählstoffe und -strukturen finden sich in ganz unterschiedlichen Regionen und Zeiträumen, doch lassen sich häufig keine klaren Abhängigkeiten oder gar Transmissionswege rekonstruieren. Während die Epochen- und Sprachräume übergreifenden Retextualisierungen in den letzten Jahrzehnten tendenziell aus dem Blick der Forschung geraten sind, sollen sie im geplanten Dissertationsprojekt anhand dreier Modellfälle genauer analysiert und methodisch reflektiert werden.
Bereich: Migration und Übersetzung von Texten
Fach: Latin/Romance Languages, Medieval German Studies
PI: Prof. Dr. Susanne Reichlin

