Projekt
Die Homerocentones der Eudokia
Das Projekt soll die unterschätzten Homerocentones der spätantiken oströmischen Kaiserin Aelia Eudokia (5. Jh.), eine facettenreiche, bis ins Detail an Sprache und Mythologie der homerischen Epen orientierte hexametrische Nacherzählung der biblischen Heilsgeschichte, als Beispiel einer höchst kunstvollen Retextualisierung biblischer Stoffe umfassend erschließen. Dabei wird einerseits analysiert, wo und wie stark die bereits weitentwickelte Homerphilologie und -allegorese Eingang in die Komposition gefunden hat, andererseits möglichen Einflüssen der subtilen Schriftdeutung mittels Versauswahl auf die spätere Exegese nachgegangen.
Bereich: Migration und Übersetzung von Texten
Fach: Patristics), Theology (Biblical reception history, Classics
PI: Prof. Dr. Holger Gzella

